Die Wasserversorung des Marktes Murnau

Bereits im Jahr 1900 hat der seinerzeitige Bürgermeister Resch (Reschstraße) als ausgebildeter Ingenieur dafür gesorgt, dass eine zentrale Wasserversorgung eingerichtet wird. Als Gewinnungsgebiet für die Trinkwasserversorgung wurden Quellen im Hörnlegebiet um den Ortsteil „Großenast“ in Bad Kohlgrub erworben und erschlossen. Eine für die damalige Zeit vorbildliche Wasserversorgungskonzeption übernahm die Wasserversorgung der Bevölkerung in Murnau (ca. 2000 EW) und verbesserte ganz erheblich die Vorsorge im Brandschutz durch die erstmalige Erstellung  eines gesamten Hauptleitungsnetzes mit Hydranten. Es wurden zwei Hochbehälter mit einer Gesamtmenge von 560 m³ errichtet. Diese zentrale Wasserversorgung wurde im Zusammenhang mit der Errichtung der beiden Kasernen in Murnau um die Pumpanlage in Achrain erweitert. Die bisherige Gesamtmenge der Wasserlieferung aus den Quellen in Kohlgrub wurde von rd. 400.000 m³ auf rd. die doppelte Menge jährlich erhöht. Zur Verbesserung der Feuerlöschmöglichkeiten wurden weitere 300 m³ Hochbehälterkapazität angebaut. Im Gegensatz zu der einwandfreien Wasserqualität aus Kohlgrub hatte jedoch die Beschaffenheit des Wassers aus Achrain den Makel der Eisen- und Manganhaltigkeit.  Die Rohrinnenwände der Haupt- und Hausanschlussleitungen wurden im Lauf der Zeit mit Ablagerungen belegt und bei Rohrbrüchen wurde die daraus entstehende braune Brühe zum Alptraum der Bürger. Als Konsequenz aus dieser Erfahrung wurde 1958  eine Aufbereitungsanlage in Achrain eingebaut, die das vom Wasserchemismus unzureichende Wasser in seiner Qualität verbesserte. Die eingebaute Aufbereitung stieß in den Folgejahren schnell an die Kapazitätsgrenze, so dass Überlegungen zu neuen Wasseraufschlüssen angestellt wurden. Im Zusammenhang mit Bohrungen zur Gewinnung von Ölvorkommen wurden  dann nördlich der „Poschinger Allee“  durch die „Preussag“ umfangreiche Wasservorkommen zwischen Riegsee und Staffelsee entdeckt.

Diese Erkenntnisse führten zur Erschließung des sog. PW Nord im Jahr 1967. Die hier anstehende qualitativ hochwertige Wasserqualität mit nahezu unbeschränkter Wassermenge führte zu einer grundsätzlichen Umstrukturierung der Wasserversorgung. Neben Einrichtungen von 2 Brunnen (aus Sicherheitsgründen) wurde eine neue Hauptversorgungsleitung zum neuen Hochbehälterstandort "Am Eichholz" errichtet. Der dort vorhandene Ausgleichsbehälter von 60 m³ Inhalt wurde durch den Neubau eines in Brillenform errichteten Doppelbehälters mit einer Gesamtmenge von 2.740 m³ ersetzt. Zur Realisierung dieses Vorhabens wurde ein über 3.000 m² großes Grundstück erworben, das zusammen mit dem Grundstücksbestand aus dem Jahr 1900 nun mehr über 6.000 m² auf dem höchsten Punkt Murnaus auf über 728 m über NN umfasst. Auf dem über dem Bauwerk errichteten Hügel befindet sich ein Aussichtspunkt, der sich dadurch auszeichnet, dass er vor allem den Blick nach Norden und über den ganzen Ort auch den Staffelsee und den Riegsee zeigt. Im Zusammenhang mit der Errichtung dieses neuen Hochbehälters wurde auch die Hauptzuführung ins Ortsnetz und die Verbindung zum zweiten Hochbehälter am Maria-Antonien-Weg verbessert. Dieser aus dem Jahr 1900 bzw. 1938 stammende Behälterbau in einer Größe von 800 m³ wurde 2008 abgerissen und mit einer Ausbaugröße von 1600 m³ neu errichtet. Zusammen verfügt nunmehr der Markt über eine Speicherkapazität von 4.340 m³, die einem mittleren Tagesbedarf entspricht. Die Hochbehälter werden hauptsächlich mit preiswertem Nachtstrom befüllt. Am Tage wird nur die notwendige Feuerlöschreserve vorgehalten. Die seit 1900 betriebene Wasserzuführung aus Bad Kohlgrub wurde 1990 auf behördliche Anweisung hin vom Netz genommen. Die dort zur Verfügung stehende Wassermenge wird für Notversorgungszwecke und seit 1999 auch für Zwecke der Stromerzeugung genutzt. Für die Wasserschließung am PW Nord wurde 2008 anhand der neuen verschärften Richtlinien aus dem Wasserrecht mit europäischen Vorgaben eine Überarbeitung des Wasserschutzgebietes mit neuer Abgrenzung vorgenommen. Die derzeitige Fördermenge beträgt rd. 1,1 Mio cbm jährlich. Der Wasserverkauf ist in den letzten Jahren konstant bei ca. 1 Mio cbm. Der Rohrverlust konnte in den letzten Jahren auf ca. 8 % reduziert werden.

 
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